Das hilft gegen Einsamkeit

Das hilft gegen Einsamkeit

Einsamkeit macht traurig und zieht einen runter. Das Gefühl nicht gebraucht, nicht geliebt und nicht beachtet zu werden, kann dazu führen, dass man antriebslos und verbittert wird. Damit es erst gar nicht dazu kommt, kann man folgende Dinge tun, um den Weg aus der Einsamkeit zu finden…

Melde dich bei den Menschen, die du magst

Mit Freunden sieht die Welt schon gleich viel besser aus. Und auch wenn sie gerade nicht in der Nähe sind, kann schon ein kurzes Telefonat den Tag retten. Manchmal ziehen wir uns zurück und sind enttäuscht von der Welt, haben das Gefühl, dass uns das Schicksal im Stich gelassen hat. Warum interessiert sich niemand für mich? Bin ich den anderen so egal? In den meisten Fällen sind die anderen einfach selbst eingespannt und wissen überhaupt nicht, dass man sich von ihnen vernachlässigt fühlt. Ein klärendes Gespräch und Bestätigung, dass sich nichts geändert hat, außer die Umstände, die die gemeinsame Zeit (momentan) stark einschränken, bauen einen meist schnell wieder auf.

Identifiziere den Ursprung des Gefühls

Meistens führen Veränderungen der Lebensumstände zu Situationen, in denen wir uns einsam fühlen. Ein Umzug, der uns zwingt uns in einem neuen Umfeld zurecht zu finden oder ein Jobwechsel, der uns in eine Umgebung voll neuer Leute versetzt, können Gründe für Einsamkeit sein. Eltern fallen auch oft in ein Loch, wenn die Kinder flügge werden, zum Studieren oder einfach so ausziehen. Auch der Verlust eines Angehörigen, der eine Bezugsperson war, kann einen Menschen derartig aus der Bahn werfen, dass er in seiner Trauer außer Stande ist, seine sozialen Kontakte aufrecht zu erhalten. Bekannte denken oft, dass Ruhe das Richtige für den Betroffenen ist und lassen ihn fälschlicherweise allein mit der Situation. Auch, wenn eine Freundschaft zerbricht oder eine Beziehung endet, ist das ein harter Einschnitt ins Leben, der grüblerisch und einsam machen kann. Auch hier hilft es offen auf vertraute Menschen zuzugehen und sich von ihnen Unterstützung und Hilfe bei der Verarbeitung zu suchen.

Eine junge einsame Frau steht alleine an einem See im Abendlicht.Einsamkeit macht uns bewusst, dass uns etwas Essenzielles fehlt.

Finde heraus, was du brauchst

Auch ohne einschneidende Erlebnisse und Veränderungen, kann sich das Gefühl von Einsamkeit breitmachen. Es weist uns darauf hin, dass uns etwas abhandengekommen ist. Wenn bestimmte Bedürfnisse nicht gestillt werden, werden wir unglücklich. Diese können von Anerkennung und Respekt über Nähe und Liebe bis zu freundschaftlichen Aktivitäten reichen, nach denen wir uns sehnen. Manchmal verändert man sich selbst und entwächst der Situation, entwickelt sich weiter, sodass die Bedürfnisse und Ansprüche sich ändern. Manchmal sind es die anderen, die sich ändern und uns ihre Liebe und Zuneigung entziehen, weil sich ihre Lebenssituation verändert hat und sie dazu bringt sich zurückzuziehen.

Werde dir über die Optionen bewusst

Erfasst die Einsamkeit einen Menschen so sehr, dass er in ein Loch fällt, aus dem er allein nicht mehr herauskommt, wird es Zeit für professionelle Hilfe. Der Abwärtsstrudel bei einer solch depressiv anmutenden Phase kann sonst verheerend sein. Wichtig ist auch Folgendes zu unterscheiden: Einsamkeit unterscheidet sich vom Alleinsein, bei dem man gerne mit sich selbst allein und dabei trotzdem glücklich und zufrieden sein kann. Einsam sein kann man aber auch, wenn man umgeben von Menschen ist, sich aber nicht verstanden fühlt und nicht (richtig) wahrgenommen wird. Denn Wertschätzung durch andere ist Balsam für die Seele und stärkt das Selbstbewusstsein, ohne das man wiederum nicht in der Lage ist, sich selbst realistisch einzuschätzen und einsame Stunden ins Positive zu verkehren. Man kann auch mit nur zwei Bezugspersonen und einem positiven und ausgeglichenen Selbstwertgefühl glücklicher sein, als mit einem großen Freundeskreis, der den eigenen Bedürfnissen nicht gerecht werden kann.

Einsame blonde Frau sitzt nachdenklich in den Dünen.

Eine Entscheidung treffen und weitermachen

Es gibt also eine vorübergehende Form der Einsamkeit, die uns unbewusst motiviert, etwas an der aktuellen Situation zu ändern. Wir bezwingen diese einsame Phase durch selbst ergriffene Maßnahmen. Kommt es hingegen zum sozialen Rückzug, bei dem die Einsamkeit lähmend wirkt, sieht es anders aus. Der Betroffene ist dann dabei zu verlernen soziale Kontakte zu knüpfen und diese zu pflegen. Wenn dieser Zustand chronisch wird, kann die Einsamkeit bis zum Verlust von Selbstvertrauen, Lebenslust und sozialer Interaktion führen. Damit es gar nicht so weit kommt, sollte man frühzeitig die Notbremse ziehen und nachhaltig etwas verändern. Damit wir wieder positiv auf andere Menschen zugehen können, sollten wir uns zunächst selbst wieder gut finden. Deshalb ist es unabdingbar sich mit sich selbst auseinanderzusetzen und sich bewusst zu machen, wer man ist und was einen glücklich macht. Nur dann kann man authentisch sein und selbstsicher auf andere zugehen und mit ihnen interagieren. Das ist wichtig, um das einsam sein hinter sich lassen zu können. Noch wichtiger ist nur, dass man lernt mit sich selbst allein sein zu können. Und sich dabei selbst gut zu finden.

Wie hat dir der Artikel gefallen?
(*) (*) (*) (*) (*) /5 ( 4 Bewertungen